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Klinisches Ethik-Komitee

Durch den Fortschritt in der Medizin kommt es unter Umständen in der Behandlung von Patientinnen und Patienten zu schwierigen und komplexen ethischen Entscheidungen; wie beispielsweise: Ist es im Sinne des Patienten, alle möglichen lebenserhaltenden Maßnahmen durchzuführen?

Um den Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen, aber auch den Krankenhausmitarbeitern in diesem und ähnlichen ethischen Fragestellungen eine Beratung anzubieten, hat die Leitung des Kreiskrankenhauses Grünstadt im Jahr 2010 ein unabhängiges Gremium berufen: Das Klinische Ethik-Komitee (KEK).

Was ist das Klinische Ethik-Komitee?

Das KEK ist ein Fachabteilungen und Berufsgruppen übergreifendes Beratungsgremium für schwierige und moralisch kontroverse Entscheidungen in Grenzsituationen der modernen Krankenversorgung. Es soll die Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses bei der Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung ethischer, medizinischer, pflegerischer und juristischer Aspekte unterstützen.

Aufgaben

Zu den Aufgaben des Klinischen Ethik-Komitees (KEK) gehören zum einen die fallbezogenen Beratungen (Ethik-Konsile) von Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen und den Krankenhausmitarbeitern zu konkreten ethischen Fragen der Patientenbehandlung, bei Bedarf auch vor Ort am Patientenbett. Solche Fragen können z. B. lauten:

  • Soll mein Partner eine weitere Chemotherapie durchführen, obwohl diese große Nebenwirkungen hat und er immer schwächer wird?
  • Soll meine 90-jährige Mutter über eine Magensonde künstlich ernährt werden?
  • Soll meine Frau dauerhaft künstlich beatmet werden?

Die Betroffenen erhalten nach der Beratung vom KEK ein schriftlich begründetes Beratungsergebnis. Wichtig dabei ist zu beachten, dass die Beratungsergebnisse des KEK nur eine Orientierungshilfe und Empfehlung darstellen und keine juristisch bindende Entscheidung sind. Das Selbstbestimmungsrecht des Patienten bleibt in jedem Fall unangetastet.

Zu den weiteren Aufgaben des KEK gehören die Fortbildung des medizinischen Personals des Kreiskrankenhauses und die Beratung in ethischen Grundsatzfragen, einschließlich der Erstellung von Leitlinien.

Mitglieder

Vorsitzende:

  • Dr. med. Claudia Bald (leitende Oberärztin Fachabteilung Anästhesie / Intensivmedizin / Schmerztherapie)


Stellvertreterinnen:

  • Ingrid Weickenmeier (Krankenschwester Intensivstation, Ethik-Beraterin)
  • Dorothee Schwepper-Theobald (Pfarrerin, evangelische Krankenhausseelsorgerin)


Weitere Mitglieder:

  • Ferdinand Kolberg (Patientenfürsprecher)
  • Matthias Büchner (Stellv. Stationsleiter)
  • Christine Christmann (Pflegerische Leitung OP-Management)
  • Dr. med. Elke Fromm (leitende Oberärztin Fachabteilung Innere Medizin)
  • Udo Langenbacher (Verwaltungsdirektor)
  • Mathias Reitnauer (Diakon, katholischer Krankenhausseelsorger)
  • Daniela Toews (Krankenschwester Station 7)
  • Rainer Wolf (Oberarzt Fachabteilung Chirurgie)

Kontakt

Wenn Sie als Patient oder Angehöriger eine Beratung durch das Klinische Ethik-Komitee (KEK) des Kreiskrankenhauses wünschen, dann sprechen Sie bitte eine Pflegekraft der Station oder einen behandelnden Arzt an und teilen diesen den Anlass oder Sachverhalt mit, für den Sie Hilfestellung und Beratung möchten. Die Pflegekraft oder der Arzt setzt sich dann mit dem KEK in Verbindung und veranlasst das Ethik-Konsil. Alle Mitglieder des KEK unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen die Vorsitzende des KEK gerne zur Verfügung:

Dr. med. Claudia Bald
Vorsitzende des Klinischen Ethik-Komitees des Kreiskrankenhaus Grünstadt
c/o Sekretariat des Chefarztes der Abteilung Anästhesie/Intensivmedizin/Schmerztherapie
Westring 55, 67269 Grünstadt

Telefon: 06359 809-551
Telefax: 06359 809-553
E-Mail: claudia.bald@krankenhausgruenstadt.de

Informationsblatt rund um das Klinische Ethik-Komitee: